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KI trifft Hermeneutik — die neue Herausforderung des Verstehens

Künstliche Intelligenz, hauptsächlich in Form von Machine-Learning-Konzepten, ist zu einem integralen Bestandteil unserer digitalen Gesellschaft geworden. Bislang zu wenig beachtet bleiben jedoch die Folgen des gemeinsamen Interpretierens und Verstehens von Mensch und Maschine im Allgemeinen wie auch in Musik, Performance und Kultur im Speziellen und müssen entsprechend in den Fokus gerückt werden. Aus hermeneutischer Perspektive sind gerade die jeweiligen Vorbedingungen des Verstehens und Deutens ein zentraler Faktor. Vorbedingungen, die jedoch in der Welt des Machine Learnings außerhalb von Algorithmisierbarkeit und Modellierung liegen.

Was versteht in einem solchen gemeinsamen Kontext der Mensch, was “versteht” die Maschine? Wie beeinflussen sich Interpretations-, Verstehens- und Deutungsprozesse von Mensch und Maschine wechselseitig und welcher fortlaufende Verstehensprozess wird gemeinsam von Mensch und Maschine gestaltet? Bestehende Diskussionen zu vorurteilsgebundener Subjektivität und Prozesshaftigkeit von Verstehen müssen nicht nur um Fragen zu einer möglichen Subjektivität von Daten und Code, zu den Auswirkungen digitalkultureller Voreingenommenheit und zu kognitiven Verzerrungen ergänzt werden, sondern auch um die Bewertung der Interpretationsleistung von Maschinen.

Frizz Lauterbach, Mariya Dzhimova, Kristin Zickler  und Hagen Brüggemann vom IKMM im Medium-Magazin über KI in Kunst und Kultur.

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